Rulemapping:
Law as Code in der Praxis.

Regeln, Gesetze und Verwaltungsverfahren bilden das Betriebssystem unserer Gesellschaft – doch ihre digitale Nutzbarkeit steckt noch immer in den Anfängen. Law as Code beschreibt die Vision, Gesetze so zu gestalten, dass sie nicht nur lesbar, sondern auch digital anwendbar und überprüfbar sind.

Rulemapping ist die Methode, mit der diese Idee Wirklichkeit wird: Sie überführt juristische Logik in strukturierte, digitale Entscheidungsmodelle, die Menschen verstehen und Maschinen verarbeiten können.

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Die Rulemapping-Methode

Klassische Digitalisierungsansätze stoßen bei rechtlichen Regelwerken schnell an Grenzen. Lineare  Gesetzestexte müssen zunächst interpretiert, anschließend programmiert und  bei jeder Änderung neu angepasst werden – ein aufwendiger Prozess mit  Medienbrüchen und langen Umsetzungszeiten.

Rulemapping, entwickelt von Prof. Dr. Stephan Breidenbach und gefördert durch die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), setzt genau hier an. Die Methode überführt rechtliche Normen in  strukturierte, visuelle Entscheidungsmodelle – sogenannte Rulemaps. Diese  bilden die vollständige Wenn-Dann-Logik eines Gesetzes ab, einschließlich  Tatbeständen, Rechtsfolgen, Ausnahmen und Verweisen.

Durch Rulemapping wird die juristische Prüfarchitektur – die Subsumtion – explizit, überprüfbar und maschinell ausführbar. So  entsteht ein digitales Gesetzesmodell, das nachvollziehbar, erklärbar und  direkt anwendbar ist – und die Grundlage für vertrauenswürdige  Automatisierung und reasoning-basierte KI bildet.

Gesetzgebung weiter gedacht

Wie lässt sich Gesetzgebung in einer zunehmend digitalen Welt gestalten und umsetzen? Mit Rulemapping können Gesetze nicht nur als Texte, sondern auch als visuelle Logikmodelle entworfen, getestet und fortlaufend weiterentwickelt werden – parallel oder ergänzend zur Textfassung.

Dieser Ansatz wird bereits im Bundesministerium der Justiz (BMJ) erfolgreich eingesetzt. Er ermöglicht erstmals eine vollständig digitale Verbindung von Gesetzgebung, Verwaltung und Anwendung – von der Konzeption über die Umsetzung bis zur automatisierten Durchführung.

Da Rulemapping auf Konfiguration statt Programmierung basiert, ist die Methode anwenderfreundlich, schnittstellenoffen und als No-Code-Lösung direkt in bestehende Systeme integrierbar.

Von der Visualisierung zur Anwendung

Rulemapping ist mehr als eine Methode – es ist eine Plattformstrategie. Mit dem Rulemap Builder entstehen digitale Zwillinge von Normen, die über die Rulemapping Automation Platform in Software überführt werden können. Ob Formularprüfung, Fallentscheidung oder Workflowsteuerung – alle Prozesse laufen regelbasiert, nachvollziehbar und skalierbar.

Rulemapping Academy

In der Academy vermitteln wir das methodische Fundament und die Anwendung in der Praxis. Fachanwender:innen und Legist:innen lernen, eigenständig Normen zu modellieren und in digitale Anwendungen zu überführen – Schritt für Schritt, von der Logik bis zur Umsetzung.

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Weitere Infos, ausführliche Video-Tutorials und Zugang zum Rulemap Builder erhalten Sie via rulemapping.org

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